Paradigma

privacy

Bei meinen Streifzügen durch’s Internet bin ich über diesen Artikel gestolpert, der mal ein paar Gründe aufzählt, warum die „großen“ deutschen eMail Provider zu meiden sind. Ergänzen möchte ich diesen Artikel mit einem Verweiß auf den Beitrag „Bullshit made in Germany“ von Linus Neumann.

Abschließend heißt es in dem Artikel:

Wer es möglichst bequem haben will, dem empfehle ich Google Mail. Wer lieber auf Sicherheit setzt, dem sei Posteo ans Herz gelegt. Meine absolute Empfehlung liegt übrigens bei Uberspace.

Beim Thema gMail bin ich aber anderer Meinung. Ich möchte nicht auf den Zug „Google ist böse“ aufspringen. Google hat das Internet, so wie es die meisten benutzen, durchaus positiv verändert und dafür sollten wir dankbar sein. gMail ist bequem und funktioniert einfach. Ich kann meine eMail’s, Kontakte und Termine verwalten und mit anderen Geräten synchronisieren. Aber zu welchem Preis? gMail ist augenscheinlich kostenlos, jedoch bezahle ich das Angebot mit meinen privaten Daten und diese sind Geldwert.

Ein Gründer von Google hat einmal sinngemäß gesagt „auf die Trefferliste gehört keine Werbung, das würde die Glaubwürdigkeit beeinflussen“. Dieses Paradigma wurde allerdings verworfen, als Google festgestellt hat, das man damit Geld verdienen kann. Und das nicht schlecht. Google ist keine Suchmaschine, Google ist eine Werbeplattform mit angeschlossener Suchmaschine und ein paar anderen Diensten.

Natürlich müssen Dienstleistungen irgendwie finanziert werden, und wenn es durch Werbung und dem Handel mit meinen privaten Daten ist, dann ist das eine Möglichkeit. Ich muss diese Dienste ja nicht nutzen, solange es Alternativen gibt.

Wer aber nicht bereit ist, wenigstens 1 Euro pro Monat dafür zu zahlen, sollte sich auch nicht über Werbung und mangelhaften Datenschutz beschweren. Posteo und Uberspace beweißen eindrucksvoll das man auch für schmales Geld den Schutz der Privatsphäre realisieren kann.

Man muß nur wollen!