Unendliche Weiten

#generic

Möchte man jemanden eine Datei schicken, so geschieht das häufig per eMail. Diese sind aber oft durch den Anbieter limitiert und das zu Recht wie ich finde. Das eMail Protokoll SMTP wurden nicht zum Versenden von Binärdaten entwickelt. Diese müssen erst mit Base64 kodiert werden, um sie entsprechend transportieren zu können. Base64 vergrößert die Anzahl der Bytes um ca 30-35%.

Aus Bequemlichkeit nutzt man dann die Dropbox als Alternative und teilt den Link. Klar, die Lösung funktioniert und die meisten kommen damit zurecht. Aber es entsteht wieder das Problem, das Daten in der Cloud geparkt werden, und jeder der einen passenden Stöpsel hat, erstmal über die Daten drüber rutscht. Also erstmal die Daten lokal verschlüsseln und dann ab in die Cloud. Das funktioniert aber nur wenn der Empfänger mit spielt. Und da beginnt wieder der Teufelskreis Bequemlichkeit vs. Datenschutz.

Infinit.io ist ein Projekt was ich seit Anfang 2014 beobachte und für eine brauchbare Lösung zum verschlüsselten Dateitransfer halte. In den ersten Betaversionen bin ich über ein paar Bug’s gestolpert und stand in Kontakt mit einem Entwickler von denen. Ich hatte durchaus den Eindruck, das die Probleme ernst genommen wurden und das die Leute Ahnung von dem haben, was sie da machen.

Einen Haken hat das Projekt allerdings, und das dürfte auch für den ein oder anderen ein KO Kriterium sein. Die beschriebenen Verschlüsselungsmethoden sind nicht Quelloffen und somit nicht überprüfbar. Also gilt auch hier wieder, sensible Daten erst lokal verschlüsseln.

Mir ist klar das man damit das selbe Dilemma wie mit der Dropbox hat. Aber man hat auch eine Alternative.